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Fairtrade-Mode im Westend
Seit Anfang Juli verkauft Stefanie Praml (28) in ihrem Laden IndiaFling im Westend (Astallerstraße 11) Mode, Taschen und Schmuck – alles fair gehandelt. Wir haben sie interviewt.
Woher kommst du?
Ich bin gebürtige Münchnerin, habe aber in Niederbayern studiert und war nach meinem Kulturwirtschaftsdiplom ein paar Monate in Indien unterwegs. Ich habe dort eine Yogalehrerausbildung gemacht und im wahrsten Sinne des Wortes Erleuchtung gesucht. Ich wusste nicht so recht, was ich mit meinem Kulturwirtschaftsstudium anfangen soll. Als ich dann in Indien an jeder Ecke so tolle Stoffe gesehen habe, kam mir tatsächlich eine Idee.
Du bringst also Stoff aus Indien nach München?
Kleidung, Schmuck, Schals und Taschen. Wichtig ist, dass alle Produkte fair gehandelt sind. Das Fair Trade- und das GOTS-Siegel verwenden wir allerdings ausschließlich für unsere Kleidung (denn beide gibt es nur für Baumwolle). Ich glaube an die schönen Worte „Wandel durch Handel“. Mit den Einnahmen aus dem Laden unterstütze ich deshalb auch das Saraswati Education Centre, ein Schulprojekt im indischen Varanasi. Ethische und ökologische Beschaffungsmethoden und Fair Trade in der Mode betrachte ich als Beitrag zu einer besseren Welt.
Wills du München durch deinen Laden auch ein Stückchen besser machen?
Na klar. Anders als in Berlin gibt es hier auch viel weniger Modeläden, die fair gehandelte Kleidung verkaufen. Die Vorurteile gegen grüne Mode sind auch viel größer. Aber keine Sorge, mit Esoterik und Öko-Säcken aus Jute hat mein Label IndiaFling nichts zu tun. Als lässig und edel würde ich meine Mode eher beschreiben.
Was an München hast du auf deinen Indien-Reisen am meisten vermisst?
Ganz eindeutig den Käse. In Indien gibt es alles Mögliche aus geronnener Milch, aber keinen richtigen Käse.
Interview: ANNA KISTNER